06.06.2026 - 11:00
Aufbruch zur ersten Etappe
Endlich ist es wieder soweit!
Nach eingehender Tourenplanung geht es heute endlich los nach Mallorca.
Im Vergleich zu unseren letzten zwei Touren ans Mittelmeer haben wir uns dieses Mal für 3 Zwischenstopps mit Übernachtungen entschieden, da dies doch um einiges entspannter ist.
Heute liegen ca. 4.5 Std Fahrt nach Messel ( Dunstkreis Frankfurt/Darmstadt ) vor uns.
Messel
Pünktlich und entspannt kommen wir in Hessen an. Wir können zwar eine Schlüsselbox nutzen, aber unsere Vertmieterin wohnt direkt über uns in einem gepflegten Einfamilienhaus und wir werden von ihr sehr freundlich empfangen.
Von Messel haben wir nicht viel erwartet. Wir wollten einfach einen sauberen Zwischenstopp nahe der Autobahn nach ca. 4-5 Stunden ( Die knapp 1700 Kilometer bis zum Fähranleger in Barcelona habe ich bei der Planung so gut wie möglich durch 4+/- geteilt ).
Widererwarten war es aber wirklich sehr schön. Auch, wenn die Menschen dort ( in Augen eines Norddeutschen ) sehr schräg sprechen. :-)
2 schöne, schattige Außensitzplätze im Grünen und Wanderwege über Felder direkt am Haus. Das Appartement klassisch - aber liebevoll eingerichtet und hatte alles, was man für eine Nacht benötigt.
Morgen früh gegen 10:30 geht es dann weiter nach Besancon in Frankreich.
Gute Nacht!
07.06.2026 - Auf nach Frankreich...
Kurz hinter der Grenze die erste Mautstelle mit der neuen T-Box!!
Wir dürfen jetzt ganz einfach durchfahren, sobald die Box hinter dem Rückspiegel "Piep" macht. Ich bin beeindruckt...
... allerdings habe ich starke Bedenken - jaja - gar Ängste, dass die Schranke uns nicht wirklich versteht und unserem Auto ( sie heißt übrigens Beule ) beim Durchfahren einfach mal so auf die Motorhaube saust...
Ansonsten haben wir wieder viel Spaß auf dem "Autospielplatz" hinter den Mautstellen. Groß wie ein Fußballplatz, keine Markierungen, Autos kreuz und quer, bis sie sich artig ( oder auch unartig ) einreihen, um auf ein oder zwei Spuren weiter zu fahren.



Ankunft in Besancon
Wieder ohne Staus und sonstige Vorkommnisse kommen wir am frühen Nachmittag in Besancon an. Auch hier haben wir keine großen Erwartungen an das Appartement ( Die Erwartungen haben wir uns für die Rückfahrt aufgespart ) Wir konnten 45 Minuten früher in die Wohnung nach einer Geochaching ähnlichen Fandung nach der Schlüsselbox.
Es wird jetzt langsam ganz schön warm und in den beiden nächsten Appartments gibt es keine Klimaanlage...
Kurze Wiki-Fortbildung:
Besançon ist eine Stadt mit ca.118.489 Einwohnern im Osten von Frankreich. Im Ballungsraum Besançon leben 283.127 Einwohner.
Der Ort, der in einer Schleife des Flusses Doubs gegründet wurde, spielte während der Zeit des Römischen Reichs unter dem Namen Vesontio eine wichtige Rolle. Im Mittelalter gelang es Besançon, den Status als Reichsstadt im Heiligen Römischen Reich zu erlangen und zu bewahren. Während des 17. Jahrhunderts war die Region der heutigen Franche-Comté hart umkämpft, erst seit 1678 ist Besançon Teil Frankreichs. Nach der französischen Eroberung wurde die Stadt stark befestigt. Im Zuge der Industrialisierung wurde Besançon Zentrum der französischen Uhren- und Textilindustrie. Heute ist die Stadt führend in den Bereichen Mikro- und Nanotechnologie.
Die als „grünste Stadt Frankreichs“ ausgezeichnete Hauptstadt der Franche-Comté bietet eine außerordentlich hohe Lebensqualität. Dank ihres reichen historischen und kulturellen Erbes und ihrer einzigartigen Architektur trägt Besançon seit 1986 die Auszeichnung Stadt der Kunst und Geschichte. Ihre militärischen Befestigungsanlagen, die auf Vauban zurückgehen, zählen seit 2008 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Diese Stadt ist wirklich sehr schön und geschichtsträchtig. Unser Appartement ist nett und funtionell, die Riesenterrasse ist der absolute Hit!! Morgen früh gegen 10:30 geht es weiter nach Pierrelatte.
Gute Nacht!
08.06.2026 - Unser 9. Hochzeitstag...
... und nach widerum ca. 4,5 Std. Fahrt Ankunft in Pierrelatte, unserem 3. Etappenziel.
Pierrelatte, der "kleine Felsen"
In einer relativ flachen Ebene liegt da tatsächlich so ein Fels mitten in der Stadtmitte rum... und unser Haus klebt an ihm... so quasi... also fast... mit ein paar Metern dazwischen...
Und auf diesen paar Metern dazwischen durfte die Beule parken. Ganz legal! Direkt vor der Haustür! 2 Tage später hätte das nicht geklappt. Da wurde der Felsen geputzt...
Im Mittelalter wurde hier eine Burg errichtet, bevor der Felsen im 19. Jahrhundert zu einem Steinbruch wurde. Der Felsen ist rund 32 Meter hoch.
Hier die Erklärung:
Eines Tages setzte sich der Riese Gargantua einen Augenblick auf den Berg Ventoux, um sich von einem bösen Stein in seinem Schuh zu befreien, der ihn schrecklich quälte. Er warf den Stein hinein in die Ebene. Auf diese Weise soll Pierrelatte entstanden sein oder zumindest sein Hügel“ Beeindruckend - direkt bei der Windmühle gelegen.
Morgen früh geht es weiter nach Barcelona.
Gute Nacht!
09.06.2026 - Auf nach Spanien
Heute haben wir die 30 Grad Marke geknackt. Hoffentlich hält unsere Klimaanlage durch. Vor 2 Wochen hat sie Schwächen gezeigt. Das Auto zeigte plötzlich -29 Grad an und die Klimaanlage war natürlich der Meinung, nicht mehr kühlen zu müssen. In der Werkstatt haben sie nichts gefunden... Am nächsten Tag war alles wieder bestens.
Wir haben 7 - 8 Stunden Zeit für die vor uns liegenden 470 Km bis zum Fähranleger in Barcelona. Also kehren wir zwischendurch wieder in Lloret de Mar ein, um a) für dieses Jahr den Massentourismus abzuarbeiten und b) um am Strand ein Mittagsmahl zu uns zu nehmen. Aber erstmal durch die burgundische Pforte und das Rhône-Tal in das faszinierende Grenzland zwischen Frankreich und Spanien. Die Pyrenäen, ein majestätisches Gebirge, das sich über eine Länge von etwa 430 Kilometern zwischen Spanien und Frankreich erstreckt. Wirklich eine atemberaubende Landschaft mit schroffen Felsen und tiefen Abgründen. Gern wären wir die Seen-Route durch das Gebirge gefahren, aber dann hätten wir noch einen Tag dranhängen müssen. In Lloret tanken wir noch (1,56 € Super!!! ) und verbringen dann entspannte 2 Stunden in einem netten kleinen Strandlokal ( 20 Cent Gebühr auf einem öffentlichen Parkplatz für 2 Std direkt am Strand!! ) , weil wir denken, auf den noch vor uns liegenden 85 Km nach Barcelona kann ja nicht mehr viel passieren. Also werden wir schon pünktlich am Hafen sein. Denken wir...
Schon kurz vor dem Stadtgebiet von Barcelona fängt es an, spürbar stockend zu laufen. Im Hafengebiet geht dann nichts mehr... Von links und rechts und gefühlt von oben und unten kommen Autos kreuz und quer mit lautem Gehupe und böse blickenden Fahrern. Auf den ca. 5 km verlieren wir ungefähr eine Stunde. Ist aber nicht so schlimm, wir haben noch gut eine Stunde Zeit, um die Bordkarten zu holen. Ich stelle mich also in die Warteschlange, die gar nicht so lang ist. Mein Gatte geht die Bordkarten holen und kommt damit zurück. Prima! Er muss nochmal schnell zur Toilette. Kein Problem! Erfahrungsgemäß vergeht noch eine Menge Zeit bis zur Einschiffung. Erfahrungen sind aber auch nicht alles. Es kann immer alles auch anders laufen. Ein freundlicher Lotse winkt mich durch. Ich fahre. Eine nette junge Frau winkt weiter Richtung Schiff. Ich fahre nicht. Ich erkläre ihr die Situation, sie erwies sich als not amused. Da sehe ich Jürgen weit hinten in die falsche Richtung laufen. Die Mitarbeiter der Fährgesellschaft bilden eine "Schrei-Kette", bis sich mein Mann angesprochen fühlt und sich entspannt ins Auto setzt.
Wir haben mit der Aktion aber lediglich ca. 20-30 Autos aufgehalten...
Einschiffung = Ganz OK. Erstmal...
Dann vom untersten Deck durchs enge Treppenhaus, welches wie ein Maschinenraum aussieht und richt, 5 (!!) Etagen nach oben. Mit Gepäck. Ein echtes Highlight!! Wir treiben ja eh zuwenig Sport. Danach sucht der wirklich sehr nette und hilfsbereite Steward noch ein bissel unsere Kabine , findet sie dann aber letzlich doch recht zeitnah. Die Einrichtung und Ausstattung der GNV-Fähre ist widererwarten recht schön, das Personal wirklich freundlich!
Überfahrt = Rund 1720 Landkilometer liegen jetzt hinter uns. Und ca. 150 Seemeilen ( 280 Km ) vor uns. Kratzt uns aber herzlich wenig, die übernimmt der Kapitän. Für uns fängt jetzt die echte Entspannung an!! An Deck bei einem Glas Wein und einem herrlich lauen Sommerwind. Die Überfahrt ist OK. Mit einer Verspätung von ca. 40 Minuten laufen wir aus. Für mich schaukelt der Kahn etwas zu sehr, hält sich aber in Grenzen. Meditation ist alles!
Um 06:00 sollen wir in Palma anlanden. Um 05:00 wache ich auf und sehe das hell erleuchtete Palma vor unserem Fenster. Wir stehen kurz vorm Hafen, rühren uns nicht von der Stelle und schaukeln fröhlich vor uns hin. Supi! Klappt doch! Zu spät abgefahren, aber zu früh eingelaufen...
Punkt 06:00 dürfen wir dann die 5 Stockwerke wieder runter zu den Autos und machen uns frisch und munter auf den Weg Richtung Norden. ( OK- Munter und fröhlich waren wir. Frisch nicht wirklich. Die sanitären Anlagen auf Fähren vernachlässigt man besser und auch das Umziehen in den kuscheligen Frotteepyjama kann man sich für so eine Tour sparen. )
Wir sind da!! Hola Mallorca!!
Was tut man auf einer Mittelmeerinsel morgens um 06:00, wenn man erst gegen 13:00 ins Haus kann? Ich wäre gern in die Markthalle in Palma gegangen. Einen Kaffee trinken und schon mal frisches Obst und Gemüse kaufen. Aber Jürgen ist nicht nach Laufen. Ihm ist eher nach nochmal Massentourismus und Strand. Also fahren wir nach Cala Millor, parken schön in der Sonne und trinken in einer netten kleinen Bar eines Hotels Cafe`con Leche, Espresso, frischen Orangensaft und Wasser. Direkt am Strand. Das einzige, was schon um 08:00 offen hat.
War lustig. Gegen 09:30 kommen die Touristen (Touristen sind nur die anderen!) in Scharen vom Frühstück aus den Hotels, breiten schnell ihre Badetücher auf den Liegen des gegenüber liegenden Pools aus und cremen ihre meist roten Körper sorgfältig mit Sonnencreme ein. Wer keine Lust auf Pool hat, klemmt sich die Badetasche unter und tut das Gleiche am Strand unter einem der ca. 100 Sonnenschirme. Dann gehen die Tore der Souvenirgeschäfte auf und man kann viel schönes Plastikzeugs kaufen. Auffällig, dass es kaum noch Ansichtskarten gibt. Whatsapp lässt grüßen!
Zugegeben... Cala Millor hat keinen Riesenstrand. Ist recht übersichtlichund sauber und man kann schon auch noch den weißen Sand zwischen den Liegen erkennen. Auch die Bebauung des Ortes ist nicht zu vergleichen mit den großen Touristenorten, aber wirklich schön ist auch anders. Egal... Jürgen zeigt mir noch das Hotel, wo er im vergangenen September eine Woche allein genächtigt hat, während ich zuhause renoviert habe. War eine schöne Zeit! :-))
Plötzlich ist es 11:00 und wir gehen noch eben unseren Wochenvorrat im Mercadona einkaufen. dann machen wir uns auch schon auf den Weg Richtung Betlem an der nordöstlichen Küste.

10.06.26, 13:00
nach insgesamt 98 Stunden Ankunft in Betlem

Wikibelehrung:
Betlem ist ein Ort (Urbanització) an der Nordküste der spanischen Baleareninsel Mallorca. Er liegt im Nordwesten des Gemeindegebietes von Artà in der Region (Comarca) Llevant.
Betlem liegt abgelegen auf einem schmalen Landstreifen zwischen dem Mittelmeer und den sich südlich des Orts erhebenden Bergen des zur Gebirgskette Serres de Llevant gehörenden Berglands von Artà. So liegt Betlem am Fuße der Berge Son Morell und Puig de Ferrutx. Etwa drei Kilometer westlich von Betlem liegt der Ort Colònia de Sant Pere. In Betlem endet die von Westen kommende Landstraße Ma-3331. Nach Osten führt ein unbefestigter Weg zur Punta d’es Caló.
Der kleine, 54 Einwohner zählende Ort (Stand 2015) ist geprägt von kleineren Ferienhäusern im mediterranen Stil. Die Einwohnerzahl hat sich seit dem Jahr 2000 mit damals 30 Einwohner fast verdoppelt. Insgesamt ist die Region jedoch im Verhältnis zu anderen Gebieten Mallorcas touristisch eher wenig erschlossen und vom Meer und den steil aufragenden Bergen geprägt. Touristischer Anlaufpunkt ist ein meeresnah gelegenes Lokal am östlichen Ortsrand.
In Richtung Colònia de Sant Pere befinden sich die Reste des Dolmens von S’Aigua Dolça. Vom östlichen Ortsrand erreicht man auf einem überwiegend breiten Schotterweg am Fuß der steil aufragenden Serres de Llevant die kleine Bucht Es Caló.[2] Nach Süden in die Berge führt ein als GR 222 ausgeschilderter Wanderweg vorbei an der Quelle Font de s’Ermita zur Ermita de Betlem
Planung: Bis auf zwei Ausnahmen habe ich nichts geplant. Ich werde 2 Wochen entspannen und geniessen.
Jürgen wird gleich morgen seine Enkeltochter Laeti in Cala Millor besuchen. Dort arbeitet sie dieses Jahr wieder den Sommer über. Seit diesem Jahr ist der Entschluß gefasst, dass sie sehr zeitnah ganz nach Mallorca auswandern wird.
Eindrücke...
16.06.26 - Ein Tag in Cala d´Or und Santanyi
Das war ein spannender Tag!
Wir haben Laeti in Cala Millor abgeholt und sind zuerst nach Cala d`Or gefahren. Dieses Örtchen an der Ostküste hat Geschichte. Diese reicht aber lediglich in die 1930er Jahre zurück. Ein sehr junger Ort also.
Fragen wir doch mal wieder Wiki:
Der Ort Cala d’Or gehört zum Gemeindegebiet von Santanyí. Die Entfernung nach Palma beträgt etwa 60 Kilometer.
Der Ort Cala d’Or entfaltet sich entlang der Küstenlinie auf drei halbkreisförmigen Landzungen und Ortsteilen, genannt: Cala d’Or (Zentrum), Cala Egos (westlich) und Cala Ferrera (östlich). Der Teil östlich der Avenida Felanitx rund um die Cala Ferrera und die Cala Serena gehört bereits zum Gemeindegebiet von Felanitx.
Die zerklüftete Felsküste ist durchbrochen von mehreren Buchten mit Sandstrand. Von Osten nach Westen sind dies: Cala Esmeralda (die Grüne), Cala Gran (die Große), die namensgebende Cala d’Or (die Goldene, auch Caló de ses Dones genannt) und die Cala Llonga (die Lange, auch Cala d’es Forti genannt) mit der kleinen Caló d’es Pou. Im westlich gelegenen Ortsteil Cala Egos sind dies: Cala Egos, Cala Galera und Caló des Llamp. Im östlich gelegenen Ortsteil Cala Ferrera (bereits zu Felanitx gehörend) sind dies: Cala Ferrera und Cala Serena (die Gelassene).
Der Nachbarort Portopetro ist mit dem Bus oder dem Auto in etwa fünf bis zehn Minuten erreichbar.
Geschichte
Die Festung Es FortiCala d'Or, OrtsmitteKirche im Ibiza-StilDer Yachthafen (Marina)
Die Befestigungsanlage Es Forti, 1740 errichtet und nach einem Erdbeben 1793 wieder aufgebaut, diente früher der Verteidigung gegen die Piratenangriffe und schützte den kleinen Hafen. Heute ist das Fort eine der wenigen historischen Sehenswürdigkeiten von Cala d’Or und Santanyí. Das quadratische Bauwerk hat eine Seitenlänge von je 26 Metern. An den beiden zum Meer gewandten Seiten befinden sich Luken für Kanonen. An den beiden zum Land gewandten Seiten gibt es Schießscharten, um Bodenangriffe abzuwehren. Das Fort verfügte über vier Kanonen und eine Besatzung von 19 Soldaten.[2]
Etwa 1932 plante Josep Costa Ferrer (1876 bis 1971), ein aus Ibiza stammender Künstler, Illustrator und Architekt, auch bekannt als Don Pep Costa, eine modern gestaltete Besiedlung als zukünftigen Urlaubsort. Er kaufte 1933 den Küstenstreifen und parzellierte das Terrain, um Platz für 48 Villen, ein Hotel, eine Kirche und Sportanlagen zu schaffen. Auf ihn geht auch die Namensgebung zurück, die ursprünglich nach der Cala d'Hort auf Ibiza lautete, jedoch von den ersten mallorquinischen Bewohnern als irritierend empfunden und binnen kurzer Zeit auf Cala d’Or („Goldene Bucht“) abgewandelt wurde. Später folgte ihm Hotelier Colin Fowler und Architekt Clive Bush.
Ort und Hafen
Das Zentrum des Ortes Cala d’Or befindet sich beidseits der Avenida Boulevard d’Or zwischen dem Complejo de Font Major (Gebäude) und der Plaza de Ibiza (las Columnas) nördlich der Cala d’Or (Bucht) und der Cala Gran (Bucht). Weitere Geschäfte, Restaurants und Bars befinden sich im Nordosten in Cala Ferrera (Ortsteil) entlang der S’Espalmador nahe der Cala Ferrera (Bucht) und Cala Esmeralda (Bucht), sowie im Südwesten in Cala Egos (Ortsteil) entlang der Avenida de Marina nahe der Cala Egos (Bucht) und entlang der Avenida de Cala Llonga im Yachthafen sowie der Avenida de Baixada al Port.
Viele Gebäude in Cala d’Or sind gemäß der mediterranen Tradition weiß gestrichen und in der Bauweise durch flache, kubische Formen im Ibiza-Stil gestaltet. Das ist nicht zufällig, denn der ibizenkische Architekt Josep Costa Ferrer hatte sich bei der Planung von seiner Heimat inspirieren lassen.
Die Kirche Santa María del Mar wurde 1956 errichtet. Das Patronatstag ist der 21. August. Zum Santa Maria del Mar-Fest werden in der ersten Augusthälfte in Cala d’Or öffentliche Veranstaltungen organisiert, unter anderem Sportwettbewerbe und Spiele für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, (Handwerks-)Markt, Fiesta Nocturna, Konzert, Freiluft-Kino und natürlich auch eine religiöse Prozession, letztere am 15. August (Maria Himmelfahrt).
Das Ortszentrum ist in den Sommermonaten sehr belebt, aber nicht überfüllt, wie andere touristische Zentren auf Mallorca. In der Fußgängerzone nahe der Avenida Boulevard d’Or befinden sich eine große Anzahl von Geschäften, Bars und Restaurants mit lokaler und internationaler Küche.
Die Marina liegt in der größten Bucht Cala Llonga, der Yachthafen bietet 563 Liegeplätze auf 30.000 m² Anlegefläche für exklusive Yachten und Charterboote, sowie Schutz vor Stürmen. Dort gibt es auch viele exklusive Restaurants und Bars.
Nachdem wir in Cala d´Or entspannt eine Pause in einer Strandbar gemacht haben, sind Laeti und Opa an den Strand, haben sich in die Fluten geworfen und dann im Sand geschlafen.
Ich habe mich dazu entschlossen, den Ort ein wenig zu erkunden. Zu Fuß bei 32 Grad kein leichtes Unterfangen. Zumal es in diesem kleinen Örtchen mit knapp 3900 Einwohnern kaum Schattenplätzchen ausserhalb der Bars und Restaurants gibt. Und auch die Wege liegen meist in der prallen Sonne. Dennoch konnte ich mir einen kurzen Eindruck verschaffen. Die Bebauung hier ist wirklich sehr schön! Weiße, niedrige Häuser, keine Bunker.
Aber von dem alten Fischer- und Künstlerdorf ist leider nichts übrig geblieben. Ein großer Yachthafen und im Stadtkern die üblichen Bars, Restaurants und Billig-Klamottengeschäfte. ( Einer aber war klasse! Da hab ich sogar was geschossen! )
Um 14:00 treffen wir uns wieder und peilen gemeinsam eine Pizzeria an, die Laeti empfohlen hat. Mit einem kurzen Schlenkerchen über Portopetro. Recht hübsch dort. Ein Dorf, 1,5 km von Cala dÓr entfernt, mit einem Hafen, der noch überwiegend als Fischereihafen genutzt wird, aber (leider) auch einen kleinen Yachthafen für Tourismus besitzt.
Nun denn... Das La Pappa in der Fußgängerzone scheint offensichtlich recht bekannt und/oder "kultig" zu sein. In den umliegenden Restaurants sieht es sehr viel gemütlicher aus, aber im La Pappa ist es am vollsten. OK- Das Essen war großartig! Spaghetti con Vongole gab es für mich. Opa und Laeti hatten Pizza. Dafür waren wir dann aber auch mit insgesamt 89 € dabei. Für Mallorca heftig!
Pappsatt jetzt wieder weiter Richtung Norden nach Santanyi... Die Stadt hat heute für uns eine besondere Bedeutung. Vor ein paar Wochen haben wir ein Buch ( Eine Prise Meersalz ) gelesen, in dem es um ein Ehepaar geht, das nach Mallorca ausgewandert ist. Mit knapp 50 Jahren, ohne große finanzielle Mittel. Dieses Buch hat uns gefesselt!! Die Autorin, Nanni Burba, erzählt spannend, informativ und humorvoll, wie sie es geschafft haben, über einige Umwege und viele Stolpersteine seit 20 Jahren in Santanyi ein wunderschönes Restaurant zu betreiben, das "Pablo".
Dort haben wir heute einen Tisch bestellt und hoffen, dass wir nicht nur gut essen, sondern auch mit der Chefin kurz plauschen können.
Vorher machen Laeti und ich aber noch eine kleine Shoppingtour durch die Stadt. Ich hab gar nichts gekauft. Mag vielleicht daran liegen, dass ich hier vor 2 Jahren schon die Keramikläden leer gekauft habe und sich das Sortiment nicht so gravierend geändert hat :-))
Um 18:00 dann zu Pablo. Ein ganz klein wenig Platz haben wir uns in unseren Mägen wieder geschaffen, sodass wir bereit für neue Schandtaten sind.
Es ist wunderschön idyllisch hier! Und da wir das Buch gelesen haben, wissen wir, wieviel Arbeit, Existenzängste, aber auch schöne Begegnungen und eine große Portion Glück in diesem kleinen Restaurant stecken. Für meine zwei Wegbegleiter gab es Süßes. Mandelkuchen mit Vanilleeis und Moussee au chocolat. Für mich ein kleines Pfännchen köstlicher Scampi mit viel Kräutern und Knobi. Hab ich heute das ganze Meer leer gegessen... ;-)
Jürgen und ich haben dann tatsächlich auch noch ein paar Minuten mit Nanni klönen können. Ein schöner Abschluß dieses erlebnisreichen Tages!!!
21.06.26 - Heute haben wir Besuch...
...Laeti besucht uns mit ihren Arbeitskolleginnen. Mit Xenia aus Kenia, Elvira aus Schweden, Marie aus Belgien und Juli aus Irland.






































































